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Kinder in der Krise

Immer mehr Jugendliche in Bayern werden wegen Depressionen behandelt.

Ein Zeitungsartikel von Michael Zimmermann in den Erlanger Nachrichten (NN) vom 8. Oktober 2015 besagt, dass bei den psychischen Erkrankungen vor allem die Fälle von Depressionen bei Jugendlichen in Bayern angestiegen sind.

Die Therapieplätze sind rar und die therapeutischen Maßnahmen bestehen überwiegend aus intensiven Gesprächen mit den Kindern oder Jugendlichen, alleine oder gemeinsam mit den Eltern. Ist darüber hinaus noch etwas notwendig, versuchen Therapeuten in der Regel zuerst nichtmedikamentöse Therapien, weil Medikamente meist nur die Symptome bekämpfen, nicht aber die Ursachen.

Ebenso ist es Fakt, dass Therapieplätze für Kinder und Jugendliche auch in der Region nach wie vor rar gesät sind. Wer einen Platz benötigt muss mit Wartezeiten von drei Monaten und mehr rechnen.

Nach Meinung von Dr. Kratz laufen immer mehr Fälle auf, weil die Gesellschaft ihr Augenmerk verstärkt auf die kindliche Psyche richtet.

Es werden immer mehr Kinder schon im Kleinkindalter, in Krippen und Kindergärten und auch ältere Kinder, die schon die Schule besuchen und dort Probleme haben, bei Fachleuten vorgestellt.

Heutzutage spielen die aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen eine große Rolle. Der Leistungsdruck steigt an, vor allem in den letzten beiden Jahren bei Grundschulkindern. Der familiäre Rückhalt fehlt oft durch Trennungssituationen. Bis zur Pubertät sind es mehr Jungen, die von psychischen Störungen oder Erkrankungen betroffen sind; im Jugendalter ändert sich das, dann sind es mehr Mädchen.

Da die Hälfte der psychischen Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter chronisch werden können, ist es wichtig, dass Betroffene rechtzeitig behandelt werden.

Der genannte Zeitungsartikel zeigt mir persönlich auf, wie wichtig es in der heutigen Zeit ist, dass Kinder ein stabiles familiäres Umfeld haben, in dem sie sich wohlfühlen und sich effektiv entwickeln können. Auch wenn Patchwork-Familien zum heutigen Alltag gehören, ist dieses Ziel umsetzbar.

Aber ebenso sollte schon im Kleinkind-/Kindergartenalter darauf geachtet werden, dass der Tagesablauf entspannt (dass genug Zeit zum Spielen bleibt) und nicht in Freizeitstress ausartet. Denn Kinder lernen im Spiel mit anderen Kindern am meisten – und nicht wenn wir meinen, sie müssten von einem Termin zum anderen Termin gehetzt werden, damit sie verschiedenste Aktivitäten absolvieren können (z. B. erst zum Schwimmen, dann Flöten, dann Theater usw.).

Stattdessen sollten Eltern häufiger etwas gemeinsam mit Ihrem Kind bzw. ihren Kindern unternehmen. Es muss nicht viel Geld kosten, die kleinen und schönen Dinge im Leben zu genießen, z. B. bei einem Waldspaziergang zusammen Eicheln, Kastanien und Blätter zu sammeln und zu basteln oder eine Fahrradtour zu unternehmen – gemeinsam ein Eis essen gehen, Fußball spielen, mit Lego bauen … und natürlich zuhören, was ein Kind einem mitteilen möchte und stets mit ihm kommunizieren. Dies schafft eine solide Basis, auf der das Kind später aufbauen kann – das Knüpfen sozialer Kontakte verstärken und den Kindern zeigen, dass man in jeder Lebenssituation für sie ist.

Was ganz wichtig ist, ist der körperlicher Kontakt, z. B. durch

  • Umarmungen,
  • Streicheleinheiten,
  • Zärtlichkeit,
  • Liebe Worte, Kommunikation und Umgang miteinander
  • oder auch Massageeinheiten (z. B. mit einem Igelball).

Wenn Anzeichen für Probleme ersichtlich sind, sollte frühzeitig Unterstützung zugezogen werden – man kann auch prophylaktisch (vorbeugend) damit beginnen. Vor allen Dingen ist es wichtig, dass die Eltern in ihrer Vorbildfunktion eine positive Verhaltensweise zeigen, so dass die Kinder sie von uns Eltern übernehmen können.

Denn wenn wir als Eltern selbst nur Stress haben, aggressiv und unausgeglichen sind und dies entsprechend weitergeben, woher sollten unsere Kinder dann erlernen, was positive Verhaltensweisen sind und liebevoller Umgang miteinander?

 

Darum ist es wichtig, dass Sie auch selbst anfangen, mit sich in Einklang zu kommen, zum Beispiel mit einer Entspannungsmethode. Schauen Sie einfach einmal auf meine Homepage. Worauf noch warten? www.inselderruhe.de

 

Mit ganz lieben Grüßen

Ihre

Nicole Eggers

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